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Brandrisiko PC

Um eine neue Hauptplatine zu testen, habe ich meinen Rechner auseinander- und später wieder zusammengebaut. Er lief aber nicht wie erwartet. Ich habe dann alle Kabel, Stecker und Karten noch einmal auf ihren Sitz überprüft. Doch das erneute Einschalten brachte zunächst Rauchentwicklung und dann eine zwei Zentimeter hohe Flamme aus einem Bauteil, das zwischen dem PS/2-Anschluss und den benachbarten Hauptspeichersockeln sitzt. Zufall oder Ausnahme? Wenn ein Board so leicht zu brennen beginnt, kann man dann noch einen Rechner guten Gewissens ohne Aufsicht lassen?


Die c't erreichen immer wieder Berichte über explodierte oder abgebrannte Bauteile von PC-Mainboards und -Netzteilen (siehe beispielsweise c't 25/1999, S. 20). Meist gehen solche Brände glimpflich ab und beschädigen nur den PC selbst, weil die Hitzeentwicklung zur Entzündung von Gegenständen außerhalb des Gehäuses nicht ausreicht. Doch neben der Elektroinstallation selbst gehören Elektrogeräte, also auch PCs, zu den häufigsten Ursachen von Wohnungsbränden. Die Feuerwehren empfehlen daher beispielsweise, den Standby-Betrieb von Fernsehgeräten möglichst zu vermeiden. Für PCs als Verursacher von Brandschäden liegen keine statistischen Daten vor. Vom elektrischen Aufbau her gesehen sind jedoch PCs und Fernsehgeräte durchaus vergleichbar.

Das Brandrisiko ist bei laufendem Gerät am größten. Der Ausfall eines CPU- oder Netzteillüfters hat innerhalb weniger Sekunden eine lokale Überhitzung zur Folge, die zum Brand führen kann. Auch zu viel Staub im PC führt zum Hitzestau und verursacht unter Umständen Kriechströme, vor allem in Verbindung mit Teer- und Nikotinbelägen aus Zigarettenrauch. Es ist also für möglichst gute und saubere Belüftung zu sorgen; beschädigte Lüfter sollte man sofort reparieren. Es ist überhaupt eine gute Idee, Elektrogeräte möglichst frei aufzustellen und kein brennbares Material in der Nähe zu lagern.

Außer durch Überhitzung kann ein Elektrogerät auch durch Überspannungen aus dem Stromnetz Feuer fangen. Dieses Risiko lässt sich durch einen ordentlichen Blitzschutz des Hauses, eine Grobsicherung der Elektroverteilung und durch Blitzschutzgeräte am PC verringern (siehe dazu c't 17/1999, S. 144).

Am sichersten ist es, einen unbenutzten PC und alle seine Peripheriegeräte völlig vom Stromnetz zu trennen - das spart gleichzeitig Strom. ATX-Netzteile heutiger PCs besitzen jedoch oft keinen Schalter mehr und erzeugen ständig die 5-Volt-Standby-Spannung. Steckernetzteile für Peripheriegeräte sowie der Monitor lassen sich ebenfalls meist nicht mehr völlig abschalten. Man sollte also PCs mit einer schaltbaren Steckdosenleiste allpolig vom Netz trennen. Wer einen PC unbeaufsichtigt laufen lässt, sollte über die Anschaffung eines Rauchmelders nachdenken.

Quelle: c't 5/2001, S. 23


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