Startseite | Login | Impressum | Datenschutz


Feuerwehr Bückeburg-Stadt
Einsatztelegramm

Mo., 07.10.2019, 06:10 Uhr

Bückeburg, Petzerstr.
Türöffnung für die Polizei



Häufige Fragen

Feuerwehr Unterstützen


Kellerbrand
Datum: Dienstag, 04.12.2012, 10:45 Uhr
Bückeburg, Herderstraße

Mit einem umfangreichen Kräfteaufgebot wurden die Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zu einem Brand in einem Mehrfamilienhaus alarmiert. Für den ersteintreffenden Einsatzleiter ergab sich beim Eintreffen eine komplexe und brisante Lage.

Dichter Rauch drang aus dem Mehrfamilienhaus in der Herderstraße. Eine Bewohnerin wurde mit der Unterstützung von Polizei und Passanten aus ihrer Wohnung im erhöhten Erdgeschoß befreit. Ob und wie viele Bewohner sich noch im Haus befanden war unklar. Auf der Rückseite befanden sich Bewohner auf dem Balkon oder in einer angrenzen Parkgarage teils ohne das Feuer bemerkt zu haben. Der Ursprung des Feuers befand sich offensichtlich im Keller, jedoch war unklar wie weit es sich dort bereits ausgebreitet hatte. Der Keller zog sich entlang mehrerer Treppenhäuser des großen Mehrfamilienhauses. Obwohl diese Bereiche durch Schutztüren getrennt sind, war auch hier nicht klar, ob die Türen geschlossen waren und dem Feuer ausreichend Widerstand boten. Folglich entschied sich der Einsatzleiter sofort weitere Kräfte (Löschzug Ost) nachzufordern.

Oberste Priorität hatte im Einsatzverlauf die Menschenrettung und die Brandbekämpfung im Keller. Der Rettungsdienst versorgte zwei betroffene Bewohner und bereitete sich auf die Versorgung weiterer Verletzter vor. Die Einsatzstelle wurde außerdem in Unterstützung mit dem Einsatzleitwagen in zwei Abschnitte (1. Vorderseite/Herderstraße, 2. Rückseite/Oberwallweg) aufgeteilt.

Erste Atemschutztrupps schafften Belüftungsöffnungen für die Druckbelüftung des Treppenhauses und begannen schließlich mit der Brandbekämpfung im Keller. Damit sich der Rauch beim Eindringen in den Kellerraum nicht wieder ausbreitet, wurde ein Rauchverschluss in die Tür eingebaut. Parallel wurde die Drehleiter in Stellung gebracht um ggf. Bewohner aus den Obergeschossenen zu befreien. Dies war glücklicherweise nicht nötig.

Ebenfalls zeitgleich wurde ein zweiter Angriffsweg durch die Tiefgarage auf der Rückseite geschaffen. Hier wurde ein Tanklöschfahrzeug der Stadtwehr von Kräften des Löschzugs Ost verstärkt. Auch auf der Vorderseite kamen weitere Atemschutztrupps zum Einsatz. Für die verschlossene Kellertür auf der Rückseite konnte ein Bewohner des angrenzenden Gebäudes einen Schlüssel herunterwerfen. Er selber sollte auf dem Balkon bleiben, da er dort ungefährdet war. Mit einem C-Rohr gingen folglich ein Atemschutztrupp zur Erkundung der Brandausbreitung und Menschenrettung in das Gebäude vor.

Zwei Treppenhäuser wurden bereits mit Druckbelüftern vom Rauch befreit, jedoch war es weiterhin unklar, ob Rauch in die verschlossenen Wohnungen eingedrungen war. Um möglicherweise durch Rauch verletzte oder bewusstlose Personen zu befreien, mussten daher einige Wohnungstüren gewaltsam geöffnet werden. Zwar war Rauch in die Wohnungen eingedrungen, jedoch befanden sich glücklicherweise keine Bewohner mehr im Gebäude.

Der Brand im Keller ging vermutlich von einem defekten Kühlgerät aus. Die endgültige Ursache wird derzeit jedoch noch von der Polizei ermittelt. Mit einem C-Rohr konnte das Brandgut gelöscht und nach draußen zum Ablöschen mit einem weiteren C-Rohr befördert werden. Die glücklicherweise geschlossenen Kellertüren zu den Treppenhäusern hätten sich für noch im Gebäude befindliche Bewohner als Lebensretter erwiesen, da sie eine erhebliche Menge des Brandrauches zurückhielten und eine weitere Ausbreitung verlangsamen konnten.

Nach gut zwei Stunden konnte der Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei beendet werden. Eine Ausbreitung und Gefährdung weiterer Menschen konnte erfolgreich verhindert werden. Auf Seiten der Feuerwehr befanden sich rund 50 Kameraden im Einsatz. Eingesetzt wurden diverse Trupps mit Atemschutzgeräten und Wärmebildkamera, drei C-Rohre, zwei Druckbelüfter sowie Brechwerkzeug. Freundlicherweise versorgten einige Nachbarn die Einsatzkräfte mit Getränken.


Eingesetzte Fahrzeuge:





Finden Sie uns auf: