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Feuerwehr Bückeburg-Stadt
Einsatztelegramm

So., 14.07.2019, 06:36 Uhr

Rusbend, L450
Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person




Feuerwehr Unterstützen



Sonntag, 06.01.2002, 13:02 Uhr
B83 - Höhe Selliendorf, Bückeburg

Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person


Bei einsetzender Glätte kam ein Fahrzeug mit 2 Personen von der Fahrbahn ab und blieb auf dem Dach in einem Graben liegen. Vorbeifahrende Autofahrer informierten sofort über den Notruf 112 die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle in Stadthagen. Diese alarmierte daraufhin die Feuerwehr Bückeburg-Stadt sowie 2 RTWs und ein NEF.

Der zuerst eintreffende Rettungswagen verschaffte sich einen Überblick und gab die Rückmeldung, dass zwei verletzte Personen betroffen sind und eine davon schwerverletzt eingeklemmt im Auto ist. Die andere ist leichtverletzt und bereits befreit. Außerdem sollen alle nachrückenden Kräfte vorsichtig fahren, da es im Bereich der Unfallstelle extrem glatt ist.

Bereits 4 Minuten nach der Alarmierung rückte der Rüstwagen vom Gerätehaus ab und kam zeitgleich mit dem BvD um 13:10 Uhr an der Einsatzstelle an. Die Besatzung bereitete zunächst den hydraulischen Rettungssatz sowie Abpallmaterial zum Unterbauen des Fahrzeuges vor, während der Einsatzleiter mit dem Rettungsdienst das weitere Vorgehen abklärte. Das schnell nachfolgende TLF 24/50 bereitete einen 3-teiligen Löschangriff vor und unterstützte die Rüstwagenbesatzung. Das LF 16/12 sicherte die Unfallstelle ab und unterbaute mit Pallholz vom Rüstwagen das Fahrzeug. Die eine RTW-Besatzung versorgte die leichtverletzte Person, während sich um die schwerverletzte Person die andere Besatzung und der Notarzt kümmerten.

Die Rettung aus dem Fahrzeug gestaltete sich als sehr kompliziert. Der Patient war im Armaturenbrett mit den Beinen eingeklemmt. Ein Anheben bzw. Drehen des Fahrzeugs war nicht möglich, da sich die dabei entstehenden Kräfte auf den Patienten übertragen würden. Somit wurde das Fahrzeug mit einem Unterbau stabilisiert und gegen ein Wegrutschen gesichert. Zeitgleich wurde der Patient (der kopfüber im Fahrzeug hing) medizinisch vom Rettungsdienst versorgt.

Die technische Rettung wurde in Kleinarbeit durchgeführt. Es kamen aus Platzgründen weniger die großen hydraulischen Rettungsgeräte (Rettungsschere, -spreizer und -zylinder), sondern mehr kleinere Geräte wie z.B. Seiten- bzw. Bolzenschneider zum Einsatz. Auch der recht kleine Pedalschneider war eine große Hilfe. Während der gesamten Rettung wurde der Patient von einem Feuerwehrmann über die nächsten Schritte informiert und somit auch psychisch betreut.

Erst um 14:17 Uhr (75 Minuten nach der Alarmierung) konnte der schwerst eingeklemmte Patient vollständig befreit, mittels Schaufeltrage patientengerecht aus dem Fahrzeug gehoben und dem Rettungsdienst übergeben werden.

Eingesetzte Fahrzeuge:
  • Feuerwehr Bückeburg-Stadt: BvD, RW2, TLF 24/50, LF 16/12
  • Rettungsdienst: 2 Rettungswagen, 1 Notarzteinsatzfahrzeug (Rinteln)

Rettungskräfte versorgen den schwerst eingeklemmten Patienten.
Das auf dem Kopf liegende Fahrzeug wird mit Rüsthölzern vom RW2 unterbaut, um ein Abrutschen des Fahrzeuges zu verhindern

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