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Feuerwehr Bückeburg-Stadt
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Einsatzbericht

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Verpuffung im Gebäude
Datum: Mittwoch, 04.09.2019, 18:15 Uhr
Bückeburg, Windmühlenstraße

Am Mittwochabend wurde um 18:15 Uhr die Feuerwehr Bückeburg-Stadt zu einem ehemaligen Industriebetrieb in die Windmühlenstraße alarmiert. Dort soll es bei Abrissarbeiten zu einer Verpuffung gekommen sein.
Dem ersteintreffenden Einsatzleitdienst teilte der Vorarbeiter mit, dass er noch vier Arbeiter vermissen würde, wovon einer auf dem Dach und ein anderer im Aufzugsschacht gearbeitet hätten. Des Weiteren würden noch zwei Arbeiter*Innen in den Kellerräumen vermisst. Daraufhin wurde umgehend die Absturzsicherungsgruppen Bückeburg und Rinteln, sowie die Höhenrettungsgruppe Schaumburger Land nachalarmiert.
Was sich aber sehr dramatisch anhörte, entpuppte sich jetzt als geheime Alarmübung. Der Besatzung des ersten Löschfahrzeuges wurde gleich der Auftrag erteilt, die Menschenrettung und die Brandbekämpfung in einem Kellerbereich durchzuführen. Zur Erkundung des Daches wurde die Besatzung der Drehleiter eingesetzt.

Nach der Erkundung stellte sich folgende Lage dar. Im verrauchten Kellerbereich soll sich eine Person befinden, die unter Atemschutz gesucht und gerettet werden muss. In einem rauchfreien Kriechkeller liegt eine weitere Person mit schweren inneren Verletzungen. Auf dem Dach befindet sich eine weitere, mit dem Bein eingeklemmte, verletzte Person. Eine vierte verletzte Person liegt auf einem Lastenaufzug im Aufzugsschacht.
Aufgrund der ausgedehnten Einsatzstelle entschied sich der Einsatzleiter Oliver Liese, die Einsatzstelle in die drei Abschnitte Keller, Dach und Aufzug einzuteilen und diese die jeweiligen Einsatzkräften zuzuteilen.
Die Rettung der Person aus dem Kriechkeller wurde durch Kräfte der Ortsfeuerwehr mit einer Schleifkorbtrage durchgeführt. Dazu musste diese durch mehrere Kellerräume und einem Notausgangsfenster getragen werden, welches sich über Kopfhöhe befand. Nachdem die Person aus dem Gebäude war, wurde sie vom Rettungsdienst behandelt.
Die Person im verrauchten Keller wurde durch den Angriffstrupp zügig gefunden und dem Rettungsdienst übergeben.
Etwas kniffeliger war die Rettung der Person auf dem Dach. Hier musste mit technischem Gerät erstmal ein Stahlträger abgestützt und eine Blechverkleidung beseitigt werden. Dieses war notwendig, da der Verletzte einen Unterschenkelbruch und sehr starke Schmerzen hatte. Hier kümmerte sich der Rettungsdienst die ganze Zeit um den Patienten und versorgte diesen real unter den Augen ihres Praxisanleiters. Nachdem das Bein befreit und der Patient transportbereit versorgt war, wurde dieser von der Absturzsicherung Rinteln mit Flaschenzug und Drehleiter vom Dach gerettet. Natürlich wurde parallel auch an der Rettung der Person im Aufzugsschacht gearbeitet. Diese Aufgabe stellte gerade für die Auszubildenden vom Rettungsdienst eine ungewohnte Situation dar, denn sie mussten warten, bis von der Höhenrettung der Zustieg zum Patienten per Leiter sichergestellt wurde. Dieses dauerte dementsprechend länger, was aber in solchen Lagen normal ist.
Während sich der Rettungsdienst um den Patienten kümmerte, wurde von der Höhenrettung ein Dreibein und die Seilstrecken aufgebaut. Gleichzeitig stiegen zwei Höhenretter mit einer Trage ebenfalls in den Aufzugschacht. Nachdem der Verletzte schonend in die Rettungstrage gelagert wurde, begann die Rettung nach oben. Auch dieses lief reibungslos ab.

Im Anschluss der Übung fand eine kleine Nachbesprechung statt, in der sich Übungsleiter Frank Schubert bei den beteiligten Patientendarstellern, Übungsbeobachtern, dem Rettungsdienst und den Feuerwehrkameradinnen und Kameraden für die Teilnahme bedankte. Er resümierte, dass er mit der Leistung aller Beteiligten sehr zufrieden sei und dass die Ziele der Übung erfüllt wurden. Einziges größeres Manko sei die Kommunikation zwischen den einzelnen Organisationen, da einige komplett digital und anderen noch analog funken. Dieses werde aber auch lösbar sein.
Die Übungsbeobachter bescheinigten allen Beteiligten ebenfalls eine sehr gute disziplinierte Arbeit und es gäbe nur kleine Optimierungsvorschläge. Die seien aber „Knören auf hohem Niveau“.

Text: Frank Schubert
Zugführer FF Bückeburg- Stadt
Bereichsleiter Höhenrettung der Kreisfeuerwehr Schaumburg
Fotos: Team Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr Bückeburg-Stadt


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